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06.11.2010 - 20.02.2011
Yehudit Sasportas
Hasipur - The Story

Ausgehend von der historischen Villa Wachholtz nimmt die in Tel Aviv und Berlin lebende Künstlerin Yehudit Sasportas eine multimediale Inszenierung der Gerisch-Stiftung vor.

Kern ihrer Ausstellung bilden drei neu konzipierte Videoinstallationen, die in ein komplexes System aus Zeichnungen, Wandmalereien, Skulpturen und Bodenelementen eingefügt sind. Hierbei greift die Israelin auf das künstlerische Vokabular vergangener Ausstellungen zurück – wie z. B. im israelischen Pavillon der Venedig Biennale 2007 – und entwickelt es im Bezug auf die zentrale Fragestellung der Gerisch-Stiftung nach den kulturellen Urbildern des Idyllischen und Paradiesischen weiter.

 

Auch wenn die Installation spezifisch auf den Ort und die Atmosphäre der Gerisch-Stiftung reagiert, so nimmt die Künstlerin in ihrer filmischen und grafischen Bestandsaufnahme vor allem eine generelle „Kartografie des Mentalen“ vor. Es sind weniger reale Landschaften als Seelenlandschaften, die sie uns zeigt; Die Lichtarbeiter – sie tauchen in einem ihrer Filme in Gestalt von Handwerkern auf, die mit einem Gasbrenner die Teerdecke eines Daches reparieren – stellen eine Allegorie des Durchleuchtens von Realitätsvorstellungen, des Infragestellens von Raum und Wirklichkeit. Die Ausstellung entwirft ein faszinierend abgründiges, mystisch wirkendes Panorama von Architektur und Landschaft der Gerisch-Stiftung.