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06.05.2018 - 19.08.2018
Tjorg Douglas Beer
ABRACADABRA SIMSALABIM
  • Tjorg Douglas Beer The Mind of the CEO I 2012, Courtesy Produzentengalerie Hamburg, © VG Bildkunst
  • Tjorg Douglas Beer Utopist 2016
  • Tjorg Douglas Beer Sharp Eyes / Figures 2017, Courtesy Produzentengalerie Hamburg, © VG Bildkunst
  • Tjorg Douglas Beer O Neos Antropos/The New Human Being(Utopia)2012,Courtesy Private Collection Copenhagen, Denmark,©VG Bildkunst
  • Tjorg Douglas Beer Uebler Wald (Man with Lion Head) 2010, Courtesy Private Collection, Melbourne, Australia, © VG Bildkunst
Im Sommer 2018 zeigt die Herbert Gerisch-Stiftung eine grosse Einzelausstellung mit dem in Lübeck geborenen international erfolgreichen Künstler Tjorg Douglas Beer.
Die Ausstellung wirft im ersten Teil einen Blick auf Arbeiten der letzten 15 Jahre. Beers Arbeiten beinhalten persönliche wie auch gesellschaftliche Themen. Mediale Aufladung religiöser Konfrontation, Krieg und Chaos sind einige der Themen die in Beers Skulpturen, Kollagen und Malereien auftauchen. Beers inhaltliches Interesse bleibt durch Materialwahl und einer gewissen Verspieltheit in einer ambivalenten Waage aus Verzweiflung und Ernst und dennoch positiver Sicht auf die Dinge.
Basierend auf alltäglichen Wahrnehmungen und Erfahrungen persönlicher, medialer und politischer Realitäten generiert er seine Ideen. Seine Werke sind stark geprägt von regelmäßigen Aufenthalten in Athen, wo er mit einem syrischen Keramiker aus Aleppo zusammenarbeitet. Ein nicht enden wollender gesellschaftlicher State of Emergency und allgegenwärtige existenzielle Bedrohung, die schon seit damals dort sichtbare Flüchtlingskrise, sowie Griechenlands geo-politische Lage an der Grenze zum Nahen und Mittleren Osten haben seine Werke maßgeblich beeinflusst. Zeitgenössische Phänomene werden als Assoziationen in Kollagen und Keramikfiguren sichtbar.
Im zweiten Teil der Ausstellung eröffnen Malereien eine poetisch-utopistisch verklärte Alternativ-Realität. Die Bilderreihe Übler Wald zeigt märchenähnliche Landschaften, die auf kleine Leinwände gemalt sind. Die Landschaft variiert zwischen apokalyptischen Träumen und utopischen Momenten. Gezeigt werden Figuren, die diese Welten bereisen - Verlorene Bettler, benommene Magier und generell seltsame Kreaturen.
In den jüngeren Arbeiten von Beers entwickeln sich Arrangements und Szenerien aus dem Malprozess. Beer mischt Tinte, Marker, Lack, Acryl- und Ölfarbe und Oilstick. Dadurch erscheinen Gesichter und Figuren aus dem Übergang überlappender Farben. Diese Figuren werden erhalten und dann in fragmentierten Landschaften arrangiert, die Landschaften, Interieurs oder Skulpturen sein könnten. Ein Teil der Leinwandflächen wird durch quadratische Farbflächen „abgedeckt“. Unvollendete Figuren, Quadrate und Farbübergänge führen zu collageartigen Gemälden.
Ausgangspunkt der Ausstellung sind exklusiv für den Skulpturenpark geschaffene Außenskulpturen, die fester Bestandteil der Stiftungssammlung werden.
Neben seiner künstlerischen Arbeit hat Beer sich als Initiator von Projekten wie Galerie im Regierungsviertel Berlin, der Berlin Kreuzberg Biennale oder Galerie Utopia der Schaffung von Situationen gewidmet die existentiellen Anliegen einen Ausstellungskontext ermöglichen.
Simsalabim geht mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Begegnungen mittelalterlicher Christen mit Muslimen zurück, die bis ins Spätmittelalter (auch wegen des damaligen technologisch-wissenschaftlichen Fortschritts der islamisch geprägten gegenüber der europäischen Welt) oft als „Zauberer“ beschrieben wurden. Das von praktizierenden Muslimen vor jeder bedeutungsvollen Tätigkeit gesprochene bi-smi llāhi r-raḥmāni r-raḥīm (Im Namen Gottes, des Allbarmherzigen) wurde daher in volkstümlichen Erzählungen lautmalerisch als beschwörende Zauberformel verstanden.
Ausstellungseröffnung am Sonntag, 6. Mai um 12 Uhr in Anwesenheit des Künstlers

Im Sommer 2018 zeigt die Herbert Gerisch-Stiftung eine grosse Einzelausstellung mit dem in Lübeck geborenen international erfolgreichen Künstler Tjorg Douglas Beer.

 

Die Ausstellung wirft im ersten Teil einen Blick auf Arbeiten der letzten 15 Jahre. Beers Arbeiten beinhalten persönliche wie auch gesellschaftliche Themen. Mediale Aufladung religiöser Konfrontation, Krieg und Chaos sind einige der Themen die in Beers Skulpturen, Kollagen und Malereien auftauchen. Beers inhaltliches Interesse bleibt durch Materialwahl und einer gewissen Verspieltheit in einer ambivalenten Waage aus Verzweiflung und Ernst und dennoch positiver Sicht auf die Dinge.Basierend auf alltäglichen Wahrnehmungen und Erfahrungen persönlicher, medialer und politischer Realitäten generiert er seine Ideen. Seine Werke sind stark geprägt von regelmäßigen Aufenthalten in Athen, wo er mit einem syrischen Keramiker aus Aleppo zusammenarbeitet. Ein nicht enden wollender gesellschaftlicher State of Emergency und allgegenwärtige existenzielle Bedrohung, die schon seit damals dort sichtbare Flüchtlingskrise, sowie Griechenlands geo-politische Lage an der Grenze zum Nahen und Mittleren Osten haben seine Werke maßgeblich beeinflusst. Zeitgenössische Phänomene werden als Assoziationen in Kollagen und Keramikfiguren sichtbar.

Im zweiten Teil der Ausstellung eröffnen Malereien eine poetisch-utopistisch verklärte Alternativ-Realität. Die Bilderreihe Übler Wald zeigt märchenähnliche Landschaften, die auf kleine Leinwände gemalt sind. Die Landschaft variiert zwischen apokalyptischen Träumen und utopischen Momenten. Gezeigt werden Figuren, die diese Welten bereisen - Verlorene Bettler, benommene Magier und generell seltsame Kreaturen.In den jüngeren Arbeiten von Beers entwickeln sich Arrangements und Szenerien aus dem Malprozess. Beer mischt Tinte, Marker, Lack, Acryl- und Ölfarbe und Oilstick. Dadurch erscheinen Gesichter und Figuren aus dem Übergang überlappender Farben. Diese Figuren werden erhalten und dann in fragmentierten Landschaften arrangiert, die Landschaften, Interieurs oder Skulpturen sein könnten. Ein Teil der Leinwandflächen wird durch quadratische Farbflächen „abgedeckt“. Unvollendete Figuren, Quadrate und Farbübergänge führen zu collageartigen Gemälden.

Ausgangspunkt der Ausstellung sind exklusiv für den Skulpturenpark geschaffene Außenskulpturen, die fester Bestandteil der Stiftungssammlung werden.

 

Neben seiner künstlerischen Arbeit hat Beer sich als Initiator von Projekten wie Galerie im Regierungsviertel Berlin, der Berlin Kreuzberg Biennale oder Galerie Utopia der Schaffung von Situationen gewidmet die existentiellen Anliegen einen Ausstellungskontext ermöglichen.

 

Simsalabim geht mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Begegnungen mittelalterlicher Christen mit Muslimen zurück, die bis ins Spätmittelalter (auch wegen des damaligen technologisch-wissenschaftlichen Fortschritts der islamisch geprägten gegenüber der europäischen Welt) oft als „Zauberer“ beschrieben wurden. Das von praktizierenden Muslimen vor jeder bedeutungsvollen Tätigkeit gesprochene bi-smi llāhi r-raḥmāni r-raḥīm (Im Namen Gottes, des Allbarmherzigen) wurde daher in volkstümlichen Erzählungen lautmalerisch als beschwörende Zauberformel verstanden.

 

Ausstellungseröffnung am Sonntag, 6. Mai um 12 Uhr in Anwesenheit des Künstlers